Brasilia

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Hauptstadt von Brasilien im Landesinneren gelegen, 950 km von der Atlantikküste entfernt; ca. 2,5 Millionen Einwohner (Agglomeration); 1 063 m ü. NN.

Universität (seit 1962), Erzdiözese, Kathedrale, Botanischer Garten; Handelszentrum.

Seit 1960 Hauptstadt von Brasilien.

Kunst und Kultur

Moderne Architektur in Brasilia, Brasilien

Eingeweiht am 21. April 1960 ist Brasilia eine der jüngsten Großstädte der Welt, nicht aus Besiedlung und Ortschaften gewachsen, sondern architektonisch von Grund auf geplant und bewusst mitten in den Urwald gebaut. Das Grundkonzept ist ein Straßenkreuz (den Umrissen eines Flugzeuges ähnelnd), dessen Nord-Süd-Achse aus einer sanft geschwungenen 12 km langen Autobahn besteht, deren Seiten - wie auf eine Perlenkette aufgereiht - durch 80 gleichartig quadratische, kompakte Wohnblocks bebaut sind, dazwischen Grünanlagen, Kirchen, Clubs. Die andere Achse führt - bestehend aus einer Reihe von Plätzen - einer großen Treppe gleich zu einem Staubecken hinunter. An diesen Plätzen liegen Banken, Kasernen, Hotels, Regierungsgebäude. Diese West-Ost-Achse beginnt mit dem Bahnhof und endet in einem großen dreieckigen "Platz der drei Mächte" mit den Gebäuden der Regierung, des Obersten Gerichts, des National-Kongresses, von O. Niemeyer entworfen. Die öffentlichen Gebäude weisen sich unter anderem durch ungewöhnliche Formen, kühne Konstruktionen, Leichtigkeit bei gleichzeitiger Monumentalität aus. Die städtebauliche Gesamtplanung Brasilias hatte der Architekt L. Costa.