Chile: Das Land der vielen Nationalparks

    Aus Länder-Lexikon.de

    Chile ist eines der abwechslungsreichsten Länder der Welt, was auf die Lage des südamerikanischen Landes zurückzuführen ist. Es erstreckt sich auf 4.300 Kilometer von Norden nach Süden, entlang des Pazifiks. Das Land verfügt über insgesamt 95 Naturschutzgebiete, davon sind 32 Nationalparks, in denen man geführte Touren unternehmen kann. 48 reine Schutzgebiete und insgesamt 13 Naturdenkmäler sind ebenfalls enthalten. Insgesamt nehmen diese Zonen stolze 14 Millionen Hektar Fläche über das ganze Land verteilt ein. Gerade deshalb sind Rundreisen durch Chiles Natur bei Liebhabern so bekannt. Wüsten, Regenwälder, Gletscher und Geysire sind Hauptmerkmale einer solchen, faszinierenden Reise.

    Gletscher im Süden, Vulkane und Wüste im Norden

    Der Nationalpark Torres del Paine, zu Deutsch "Türme des blauen Himmels", liegt im Süden des Landes. Bei einer Rundreise durch Chiles Natur sollte man in jedem Fall einen Zwischenstopp in diesem einzigartigen Gebiet einlegen. Torres del Paine beeindruckt mit blauen Lagunen, Gletschern, die sich in Fjorden bis ins Meer ziehen, wie dem Grey-Gletscher, und kristallklaren Seen.

    Im Gegensatz dazu stehen der Nationalpark Lauca, der sogar Biosphärenreservat der UNESCO ist, und die Atacama-Wüste im Norden des Landes. Der Nationalpark Lauca befindet sich im Anden-Gebirge, welches ganz Chile prägt. Hier befinden sich 6.000 Meter hohe Vulkane, der Lago Chungará als einer der höchsten Seen der Welt auf 4.500 Meter, sowie bizarre Salzseen und heiße Thermalquellen und Geysire. Die Atacama-Wüste hingegen ist die trockenste Wüste der Welt, hier gibt es in der Regel keine Niederschläge. Jedoch ist es recht kühl in der Wüste, was auf die kalte Pazifikströmung zurückzuführen ist. Eine Rundreise durch Chile führt mit Sicherheit auch in diese 15 Millionen Jahre alte imposante Landschaft.

    Video: Die Atacama-Wüste

    Mit dem Schiff zur Osterinsel und Feuerland

    Wer in Chile mit dem Schiff noch einen Abstecher zu den umliegenden Inseln machen möchte, hat die Qual der Wahl. Interessant ist hier vor allen Dingen die Osterinsel, auch bekannt als Isla de Pascua. Sie befindet sich im Südostpazifik, gehört allerdings nur politisch zu Chile. Ihren hohen Bekanntheitsgrad erhielt die Osterinsel vor allem wegen der Moai, Steinskulpturen, die für geschichtlich interessierte Touristen von Bedeutung sein dürften. Schon seit 1995 gehört die Osterinsel zum UNESCO-Welterbe, wo sie als Nationalpark Rapa Nui bezeichnet wird.

    Video: Osterinsel

    Ebenfalls kann ein interessanter Ausflug nach Feuerland führen. Allerdings gehört ebenso hier nur der westliche Teil der Inselgruppe zu Chile. Bereits 1881 fand die Aufteilung statt, die zwischen Argentinien und Chile erfolgte.

    Auch die Juan-Fernández-Inseln gehören zu Chile und befinden sich im südlichen Pazifik. Die Inselgruppe besteht aus drei Inseln, darunter die

    • Santa Clara,
    • Alejandro Selkirk und
    • Robinsón Crusoe.

    Letztere ist die Einzige, die auch bewohnt ist. Mit einer Fläche von 96,4 Quadratkilometer ist sie ebenfalls die größte der drei Inseln. Der Hauptort von Robinsón Crusoe ist San Juan Bautista und beheimatet etwa 600 Personen. Der Besuch der Insel ist vor allem für Naturfreunde interessant, gibt es hier doch mehr als 100 Pflanzenarten, die sonst nirgendwo auf der Welt beheimatet sind. In jüngster Vergangenheit wurden sogar Exemplare einer Orchideenart gefunden, die schon seit langem als verschwunden galt.