Damaskus

    Aus Länder-Lexikon.de


    Hauptstadt von Syrien, im Südwesten gelegen; 1,75 Millionen Einwohner.

    Universität; Erzdiözese; Moschee; Industriestandort; Handelszentrum. Seit 1946 Hauptstadt.

    Geschichte

    In Damaskus vor der Omaijadenmoschee

    bedeutender Markt und Gewerbeplatz bereits in der Altsteinzeit (Faustkeilindustrie) ebenso wie in geschichtlicher Zeit (siehe Damaszener Klingen), am Ostfluss des Antilibanons; zur Zeit Davids, um 1000 v.Chr., als gefährlicher Nachbar der Israeliten erstmalig erwähnt, 950 bis 800 v.Chr. Hauptstadt eines aramäischen Reiches, 732 v.Chr. von den Assyrern erobert, dann babylonisch und persisch, blühende Handelsstadt; 333 in der Gewalt Alexanders des Großen und dann unter den Seleukiden; seit 64 v.Chr. unter römischer Oberhoheit, 105 n.Chr. von Trajan der Provinz Syrien einverleibt. Bischofssitz im byzantinischen Reich, 635 vom Kalifen Omar erobert, bis 753 Residenz der Abbasiden, 1148 ohne Erfolg von Kreuzfahrern belagert, 1154 von Sultan Nureddin von Aleppo erobert; 1401 von Timur zerstört, 1516 türkisch. Statthaltersitz, 1860 Christenmassaker durch die Drusen. Nach dem 1. Weltkrieg Hauptstadt des französischen Mandats Syrien, beim Drusenaufstand 1925 von den Franzosen beschossen. Seit dem 2. Weltkrieg Hauptstadt der Republik Syrien bzw. (bis 1961) 2. Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Republik.