Hongkong (Geschichte)

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    Betrachtet man die bedeutenden historischen Stationen, die Hongkong durchlebt hat, kann man nachvollziehen, wie die Millionenstadt zu dem wurde, was sie heute ist.

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    Angefangen hat alles mit einem Fischerhafen zur Zeit des Chinesischen Kaiserreiches, als die Portugiesen erstmals in diese Region gelangten, jedoch weitaus mehr Interesse an der Belagerung der Nachbarinsel Macao zeigten. Somit konnte die britische Kronkolonie Ende des 17. Jahrhunderts aus dem verschlafenen Dorf einen Handelsstützpunkt für den Export chinesischer Ware nach Europa machen. Die Ausfuhr von Opium führte zum Opiumkrieg, in dem Hongkong als ursprünglich chinesisches Territorium den Briten zufiel. Dadurch erhielt Hongkong den Status einer Freihandelszone, von der aus Handel nicht nur nach Europa sondern auch nach Amerika betrieben wurde. Hinzu kam ein enormer Bevölkerungszuwachs, insbesondere Chinesen aus allen Teilen des Landes strebten in die britische Kolonie, größtenteils als politische Flüchtlinge.

    Während des Zweiten Weltkriegs japanisch besetzt, erlebte Hongkong zwar diverse Rückschläge, blieb jedoch seiner aufsteigenden Linie treu. Es verwandelte sich zunächst in ein aufstrebendes Industriezentrum, verlagerte aber seinen wirtschaftlichen Schwerpunkt mit der Zeit auf internationale Handelsbeziehungen und das Dienstleistungsgewerbe.

    Mittlerweile zur mehrfachen Millionenstadt angewachsen und eine der wichtigsten Handelsdrehscheiben weltweit, weckte es das Interesse der Volksrepublik China an seiner Wiedereingliederung. Nach jahrzehntelangen Verhandlungen übergaben die Briten schließlich ihre Kolonie 1997 an China. Hongkong genießt allerdings weiterhin einen Status als Sonderverwaltungszone und ist politisch und wirtschaftlich nahezu autonom.