Irland entdecken: Besuch auf der "Grünen Insel"

Aus Länder-Lexikon.de

19. Dezember 2013  

Als die Finanzkrise im Jahr 2009 nach Europa kam, erwischte sie einige Länder mit voller Wucht. Besonders Irland war schwer angeschlagen, es blieb keine andere Möglichkeit, als unter den Rettungsschirm der EU zu kriechen. Die Iren fühlten sich deswegen nicht wohl und haben schwer daran gearbeitet, ihre Finanzsituation wieder in den Griff zu bekommen.

Wie sich nun zeigt, hat die irische Politik alles richtig gemacht. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Irland den Rettungsschirm verlassen und somit gegenüber anderen Ländern einen großen Vorsprung verfügt. Während Länder wie Griechenland oder Spanien ihre Probleme nicht in den Griff bekommen, haben die Iren vortreffliche Arbeit geleistet. Ein eiserner Sparwille und konsequent umgesetzte Reformen haben dazu geführt, dass Irland ganz unbemerkt zum Musterschüler der EU aufgestiegen ist.

Diese Entwicklung ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass Irland über eine starke inländische Wirtschaft verfügt. Zudem ist das Land auch als internationaler Standort sehr attraktiv: Die Iren haben ein Umfeld geschaffen, das internationale Unternehmen anzieht und somit eine hohe Beschäftigungsquote verspricht.

Ein Land mit gesundem Tourismus

Für die starke inländische Wirtschaft zeigt sich auch der Tourismus verantwortlich. Obwohl das Land noch lange nicht in den Toplisten mit den beliebtesten Reisezielen auftaucht, konnte es im Tourismusbereich stark wachsen. Besonders deutsche Urlauber haben immer weniger Lust darauf, die überlaufenden Touristenhochburgen in Ländern wie Italien, Spanien oder der Türkei aufzusuchen. Stattdessen liegt der Individualurlaub im Trend – und genau hier weiß Irland mit seinen weiten und zugleich naturbelassenen Landschaften zu überzeugen.

Irland per Rundreise entdecken

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Es sind vor allem junge Menschen, die preiswert nach Irland fliegen, sich ein Wohnmobil mieten und dann für einige Wochen auf Erkundungstour gehen. Besonders Rundreisen liegen im Trend, weil diese die Möglichkeit eröffnen, besonders viele Facetten des Landes kennenzulernen und somit zahlreiche Eindrücke zu sammeln. Zumal es nicht einmal erforderlich ist, entsprechende Reisen selbst zu planen. Viele Reiseveranstalter bieten spezielle Pakete an: Hier geht’s zur Rundreise von Dertour.

Das Interesse an solchen Reisen ist aber nicht nur wegen der irischen Landschaften so ausgeprägt. Ein weiterer Grund ist das vergleichsweise milde Wetter: Touristen eröffnen die Hauptsaison bereits im April und beenden sie erst im Oktober, wodurch Interessenten ein großes Zeitfenster offen steht. Außerdem wird die Insel nicht allzu intensiv bereist. Wer in Irland auf Tour geht, braucht keinen Massentourismus befürchten. Auf Campingplätzen lässt sich der Kontakt zu anderen Touristen zwar nicht vermeiden, doch außerhalb solcher Plätze bleiben Besucher ungestört.

Campingplätze sind einfach gehalten

Wer den Musterschüler der EU im nächsten Jahr bereisen möchte, sollte sich lediglich darüber im Klaren sein, dass es die Iren beim Camping sehr einfach halten. Im Vergleich zu Campingplätzen in Deutschland, Frankreich oder den Niederlanden, sind die Anlagen meist spärlich ausgestattet, was ein Blick auf die Bewertungen in diversen Campingführern bestätigt. Sollte Wert auf großen Komfort gelegt werden, ist es daher empfehlenswert, nicht am Wohnmobil zu sparen und bewusst ein Fahrzeug mit erstklassiger Ausstattung zu wählen.