Italien
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Republik in Südeuropa auf der gleichnamigen Mittelmeer-Halbinsel ("italienischer Stiefel") mit Sizilien, Sardinien, Elba und kleineren vorgelagerten Inseln, 301 230 km², 57,9 Millionen Einwohner, Hauptstadt Rom, Amtssprache Italienisch.
Italien erstreckt sich von den Alpen Richtung Südosten über die Ebene des Po zum Gebirgszug des Apennin, der den "Rücken" der Halbinsel bildet und im Gran Sasso fast 3 000 m Höhe erreicht. Im Norden noch mitteleuropäisch gemäßigt ist das südliche Italien von heißen trockenen Sommern und milden feuchten Wintern geprägt. Reich ist die Vegetation nur in den beiden Küstenstreifen, v. a. im Westen am Tyrrhenischen Meer, wo sich auch die fast ausschließlich katholische Bevölkerung ballt.
Im Sturm der germanischen Völkerwanderung seit dem 3./4. Jh. bröckelte das Römische Reich, wobei Italien selbst 476 an die Ostgoten fiel. Im 6. Jh. von Ostrom (Byzanz) zurückerobert, wurde es schon 568 Beute der Langobarden, gegen die die Bischöfe von Rom den Frankenherrscher Karl den Großen ins Land riefen, der im Jahr 800 die Kaiserkrone erhielt. Der politische Schwerpunkt verlagerte sich ins Deutsche Reich.
Zwischen der weltlichen Macht aus dem Norden und der geistlichen in Rom bildete sich ein Dualismus, dessen Kämpfe in Italien ausgetragen wurden und zur Zerklüftung der politischen Landschaft führten. Mit dem Ende der Staufer 1268 schwand der kaiserliche und es wuchs der französische Einfluss, gipfelnd in der Avignonesischen Gefangenschaft der Päpste 1309-76.
Politisch bis in die Neuzeit daher als Ganzes keine Größe, erlangte Italien als kulturelle Wiege der Moderne im 14.-16. Jh. überragende Bedeutung. Träger der Kultur waren die Stadtstaaten Venedig, Mailand, Florenz, Neapel. Wie im übrigen Europa erwachte in Italien durch die napoleonische Fremdherrschaft um 1800 wieder ein Gemeinschaftsbewusstsein, das in der Bewegung des Risorgimento (Wiedererstehung) seinen politischen Ausdruck fand. Unter der Führung Garibaldis (1807-82) und Cavours (1810-61) gelang die Bildung eines Königreichs Italien (1861). 1870 wurde der Kirchenstaat annektiert und Rom Hauptstadt.
1915 auf Seiten der Entente in den 1. Weltkrieg eingetreten, sah sich das Land 1918 um die Früchte des Sieges betrogen und wurde 1922 Beute der Faschisten Benito Mussolinis (1883-1945). Sie gerieten in den 30er/40er Jahren ins Schlepptau Hitlers und in seine Niederlage. Die diskreditierte Monarchie wurde 1946 abgeschafft, die neue Republik aber konnte lange keine Stabilität gewinnen. Erst die europäische Einigung und der wirtschaftliche Erfolg im Rahmen der EG bzw. EU, zu deren Gründern Italien 1957 gehörte, dämpften die sozialen Konflikte. Das Nord-Süd-Gefälle stellt jedoch immer noch ein ernstes Problem dar.
Weblinks
Touristeninformationen Italien
Museum der Wissenschaft und Technologie
| Repubblica Italiana | |
|---|---|
| Amtssprache | Italienisch
Regionale Amtssprachen: Deutsch, Französisch, Ladinisch, Slowenisch |
| Hauptstadt | Rom |
| Staatsform | Parlamentarische Republik |
| Fläche | 301.230 km² |
| Einwohner | 57.890.000 |
| Währung | Euro |
| Zeitzone | UTC+1 MEZ
UTC+2 MESZ (März bis Oktober) |
| KFZ-Kennzeichen | I |
| Internet-TLD | .it |
| Telefonvorwahl | 0039 |