Reiseführer Kenia

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    Top Kenia.jpg Wilde Tiere, weite Savannen, malerische Küsten und schneebedeckte Berge – wer den schwarzen Kontinent erkunden möchte, findet in Kenia alles, was das Herz eines Afrikareisenden begehrt.

    Sightseeing und Highlights

    Die endlosen Savannen Kenias
    Die Küste ist stark zergliedert und von zahlreichen wunderschönen Buchten und Lagunen geprägt. Auch einige Korallenriffe sind dort zu finden. In Nord-Süd-Richtung, vom Turkanasee, dem größten Binnengewässer Kenias, bis Nairobi, zieht sich das bis zu 100 Kilometer breite und 1.200 Meter tiefe Rift Valley, ein Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs.

    Hier findet man beeindruckende Beckenlandschaften und erloschene Vulkane. Die höchste Erhebung ist mit 5.199 Metern der Mount Kenia, auch Batian genannt. Er befindet sich im Mount-Kenya-Massiv. Der Süden Kenias besteht aus Savanne, an der Küste und am Viktoriasee, dem größten See Afrikas, finden sich fruchtbare Ebenen. Der Norden dagegen besteht zum größten Teil aus Wüste und ist bis heute kaum erschlossen. Der Westen des Landes ist von Hügeln und Tafelländern geprägt. Diese steigen schließlich zu einem Hochland an, auf dem die Hauptstadt Nairobi liegt.

    Nairobi und Mombasa

    Nairobi

    Das heutige Nairobi, die „grüne Stadt an der Sonne", beeindruckt vor allem durch sein attraktives Stadtbild und ist zu einer wichtigen Handelsstadt geworden. Zu den Sehenswürdigkeiten in und um Nairobi gehören das Kulturzentrum Bomas of Kenya außerhalb des Stadtzentrums, in dem auch zahlreiche Tanzaufführungen stattfinden, und das Kenya National Museum mit seiner Völkerkundeabteilung. Auch einen Besuch im Schlangenpark, direkt gegenüber dem Museum, sollten Sie auf jeden Fall einplanen. Hier kann man fast alle ostafrikanischen Schlangenarten bewundern. Besonders für Kinder ist das Langatta Giraffe Center im Stadtteil Langatta interessant. Von einem Turm aus dürfen die Giraffen dort sozusagen von Angesicht zu Angesicht gefüttert werden.

    Die Fort Jesus-Festung

    Mombasa ist die zweitgrößte Stadt Kenias und eine wichtige Hafenstadt, die von ihrer Lage an der einzigen Bahnstrecke ins Landesinnere profitiert. Immer einen Abstecher wert ist die Old Town, das islamische Altstadtviertel mit seinen engen Gassen. Interessant ist auch das Museum an der 1593 errichteten Fort Jesus-Festung. Besonders beeindruckend sind die Tusks, große Torbögen aus Stoßzähnen. Sie sind das Wahrzeichen Mombasas. Wer gerne Kikoi- und Khanga-Tücher kaufen möchte, kann diese vor allem in der Biashara Street erstehen. Eine Touristeninformation findet man in der Moi Avenue. Südlich und nördlich der Stadt gibt es sehr schöne Strände zum Baden und Entspannen. Nördlich von Mombasa liegen die Urlaubsorte Bamburi, Kenya und Watamu. Auch hier findet man herrliche Strände, an denen zum Teil jedoch große Hotelkomplexe errichtet worden sind.

    Malindi

    Paradiesische Urlaubsorte

    Etwa 125 Kilometer nördlich von Mombasa ist Malindi gelegen, der älteste Urlaubsort Kenias. Die dortige Küste ist besonders für Taucher sehr attraktiv, denn dort liegen die Malindi- und Watamu-Wasserschutzgebiete, wo atemberaubende Korallenriffe auf Abenteuerlustige warten.

    Lamu

    Ein kleines Paradies finden Sie 200 Kilometer nördlich von Malindi auf der Insel Lamu, die mit ihren wunderschönen Palmenstränden lockt. Dort kann man vorbeiziehenden Dhaus, den traditionellen Segelschiffen des Indischen Ozeans, zuschauen oder selbst eine Tour mit ihnen unternehmen. Auf Lamu können die Urlauber noch absolute Ruhe und saubere Luft genießen, denn motorisierter Verkehr ist auf der gesamten Insel verboten. Abseits der Strände finden Besucher eine sehr orientalische Welt mit Moscheen, Basaren und sehr alten arabischen Häusern.

    Aufregende Safari in zahlreichen Nationalparks

    Elefanten in Kenia

    Weltweite Bekanntheit und Beliebtheit erlangte Kenia vor allem aufgrund seiner artenreichen Tier- und Pflanzenwelt, die man in den zahlreichen Nationalparks des Landes bewundern kann. Mit insgesamt 21.000 km² ist der Tsavo-Nationalpark der größte und wohl bekannteste Nationalpark Kenias. Er besteht aus zwei Teilen, dem Tsavo-East-Park und dem Tsavo-West-Park. Er ist vor allem durch offene Savannen und Buschland, das mit Büffeln, Löwen, Antilopen, Giraffen und Zebras bevölkert ist, geprägt.

    Besonders bekannt ist er jedoch für seine roten Elefanten. Sie verdanken ihre Farbe der roten Erde, mit der sie sich zur Hautpflege einreiben. Außerdem gibt es dort Nashörner, seltene Antilopen, Leoparden, Löwen und mehrere Affenarten zu bestaunen. Die meisten Besucher beobachten das Wild von den beiden erhöhten Lodges Treetops und The Ark aus. Von dort ist nachts der Blick auf eine beleuchtete Fläche frei. Besonders Mutige können sich an die Quelle Mzima Springs im Westen wagen. Dort kann man wild lebende Krokodile und Flusspferde in ihrer natürlichen Umgebung bewundern.

    Amboseli

    Der Amboseli-Nationalpark an der Grenze zu Tansania ist zwar einer der kleinsten Kenias, gehört aber auch zu den beliebtesten. Weit entfernt von den Metropolen Nairobi und Mombasa findet der Besucher dort noch ein sehr ruhiges und idyllisches Fleckchen Erde. Besonders reizvoll ist der wunderschöne Blick auf den nahen, schneebedeckten Kilimandscharo, den man von dort genießen kann.

    Außerdem ist der Park, der aus Savannen, Steppen und Sumpfgebieten besteht, für seine Elefanten bekannt. Zusätzlich gibt es ungefähr 400 verschiedene Vogel-, Amphibien- und Reptilienarten zu bewundern. Einen großen Teil des Parks nimmt der Lake Amboseli ein, an dem sich oft täuschende Luftspiegelungen bilden. Es ist also nicht zuletzt seine Vielseitigkeit, die diesen Park zu einem ganz besonderen Highlight machen.

    Der Mount Kenya

    Der 600 km² große Mount-Kenya-Nationalpark ist besonders für Bergsteiger attraktiv. Das Parkgebiet, das aus Wald, Felsen und Schneefeldern besteht, beginnt in 1.800 Metern Höhe und steigt dann auf über 5.000 Meter an. Um die Höhenkrankheit zu vermeiden, sollten Sie den Aufstieg lieber etwas langsamer angehen. Außerdem ist es ratsam, die Trekkingtour mit einem Führer anzutreten. Am Berg kann in bereitgestellten Hütten übernachtet werden. Für warme Kleidung, einen Schlafsack und Nahrungsmittel ist jedoch selbst zu sorgen.

    Masai-Mara-Reservat

    Im Masai-Mara-Nationalreservat im Südwesten des Landes kann man von Juni bis Oktober riesige Gnu-Herden, Zebras und Antilopen beobachten, die von der Serengeti Tansanias aus nach Norden ziehen. Auch Löwen, Geparden, Leoparden und Hyänen sind dann zu sehen, die die Tiere bei ihrer Wanderung verfolgen. An einer Stelle des Mara-Flusses sammeln sich die Tiere, um dort auf die Überquerung zu warten. Hier können Besucher Zeugen spektakulärer Kämpfe werden. Charakteristisch für diesen Park sind seine weiten Ebenen, die es ermöglichen, die Tiere schon aus großer Entfernung zu erspähen.

    Der Samburu-Wildpark liegt zwischen Nairobi und dem Turkanasee. In dem wüstenähnlichen Park können Sie vor allem Antilopen und Zebras sehen. Strauße und Elefanten sind ebenfalls leicht zu entdecken. In der Samburu Lodge und der River Lodge können Besucher außerdem durch Köder angelockte Leoparden beobachten.

    Safari

    Am bequemsten folgt man dem Ruf der Wildnis auf organisierten Safaris. Für den eher individuellen Reisetypen gibt es auch die Möglichkeit, Fahrzeuge selbst zu mieten. Besonders exklusiv sind Ballonflüge, bei denen die Wildtiere aus der Vogelperspektive bewundert werden können. Eine frühzeitige Buchung ist ratsam. Bis auf das Masai-Mara-Nationalreservat und den Samburu-Wildpark stehen alle erwähnten Nationalparks unter der Verwaltung des „Kenya Wildlife Service“.

    Tradition und Kultur

    Sumburu

    Insgesamt leben in Kenia rund 38 Millionen Einwohner, die einer Vielzahl verschiedener ethnischer Völker angehören. Die meisten Kenianer betrachten sich als Angehörige von Bantuvölkern, darüber hinaus gibt es einige nilotische und hamito-nilotische Stämme sowie kleinere Völker wie die el-Molo oder Rendille, die der ursprünglichen Einwohnergruppe der Kuschiten angehören. Der Nordosten des Landes wird überwiegend von Somali bewohnt, aber auch einige Massai, Araber, Asiaten und Europäer leben in Kenia.

    Dieser kulturelle Schmelztiegel bietet eine Fülle traditioneller Feste und Bräuche, die immer wieder zu einem Besuch Kenias einladen. Eines davon ist beispielsweise der jährlich im November stattfindende Mombase Cultural Carneval, ein buntes Karnevals-Treiben aus Straßenparaden, Kunsthandwerksmärkten und natürlich allerlei kulinarischen Köstlichkeiten.

    Der Madaraka Day am 1. Juni ist dagegen ein landesweites Fest, an dem die Unabhängigkeit Kenias gefeiert wird. Dieser Nationalfeiertag Kenias findet in sehr viel förmlicherem Rahmen statt als die ungezügelten Karnevalsfeiern. Wer aber mehr über das Selbstverständnis Kenias erfahren will, kommt um dieses Datum nicht herum.

    Beste Reisezeit

    Kenia

    Durch seine Lage am Äquator lässt sich Kenia in zwei Klimazonen unterteilen: die schwül-heiße Küste und das gemäßigte Hochland. An der Küste liegen die Temperaturen das ganze Jahr über zwischen 25 und 30 Grad. Die meisten Niederschläge fallen in den Monaten April bis Juni. Allerdings kann man diesen tropischen Regen nicht mit unserem Regen in Deutschland vergleichen, denn die Niederschläge fallen zwar zum Teil sehr heftig aus, sind dafür aber meist nur von kurzer Dauer. Die wärmsten Monate an der Küste sind Januar bis Mai sowie Oktober bis Dezember.

    Im Hochland Kenias – ab 1.800 Meter – herrscht insgesamt ein gemäßigteres Klima mit jahreszeitlichen Schwankungen und relativ kühlen Nächten. In dieser Gegend gibt es die meisten Niederschläge in den Monaten April bis Juni sowie Oktober bis November. Der Regen fällt meist erst nachmittags, abends oder nachts. Mit einer Durchschnittstemperatur von etwa 10 Grad ist es im Hochland im Juli und August am kältesten. Am wärmsten sind die Monate Januar und Februar mit Höchsttemperaturen um die 26 Grad.

    Die beste Reisezeit für Kenia, insbesondere für Safaris, sind die Monate Januar bis März sowie Juli bis September. In diesen Monaten kann man besonders viele Tiere in den Nationalparks beobachten. Januar und Februar sind aufgrund des trockenen und warmen Wetters die angenehmsten Monate.

    Praktische Hinweise

    Der Kilimandscharo

    Sprache

    Die offiziellen Amtssprachen Kenias sind Englisch und Swahili. Daneben werden noch eine Vielzahl weiterer Sprachen und Dialekte der insgesamt rund 52 Volksgruppen Kenias gesprochen. Für eine Urlaubsreise ist Englisch jedoch völlig ausreichend.

    Einreisebestimmungen

    Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Kenia ein Visum. Die derzeitige Gebühr beträgt 50 US-Dollar. Die Visa können problemlos bei der Einreise über alle offiziellen Grenzstationen erteilt werden. Danach sind sie zwölf Wochen gültig und können einmal verlängert werden. Sie können Ihr Visum auch vorab bei der kenianischen Botschaft in Berlin beantragen. Das erspart Ihnen unnötigen Stress und lange Wartezeiten bei der Einreise.

    Neben einem Visum wird zudem der Reisepass benötigt, der sechs Monate über den Aufenthalt hinaus gültig sein muss. Der normale Personalausweis genügt nicht.

    Gesundheit

    Die Erholung ist schnell dahin, wenn man nach dem Urlaub wochenlang das Bett hüten muss. Damit Ihre Gesundheit auf der Reise keinen Schaden nimmt, sind hier einige wichtige Tipps zusammengestellt.

    • Trinken Sie auf keinen Fall Leitungswasser. Ansonsten drohen unangenehme Magen-Darm-Erkrankungen, insbesondere Cholera. Benutzen Sie generell nur Mineralwasser aus Flaschen – auch zum Zähne putzen oder Geschirr spülen. Im Notfall können Sie auf gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser zurückgreifen.
    • Auch dem Genuss kühler Eiswürfel sollten Sie während Ihres Keniaaufenthaltes besser widerstehen.
    • Für Nahrungsmittel gilt immer: kochen, schälen oder desinfizieren. Passen Sie auf, dass keine Fliegen mit Ihrem Essen in Kontakt kommen. Verzehren Sie Fleisch und Fisch generell nur gut durchgekocht. Obst und Gemüse sollten Sie ebenfalls nur geschält und/oder gekocht genießen.
    • Waschen Sie sich so oft wie möglich die Hände. Verwenden Sie dabei Seife und Einmalhandtücher.
    • Neben diesen wichtigen Grundregeln ist aber auch der richtige Impfschutz auf Ihrer Reise unerlässlich.
    • Für die Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist bei allen Reisenden, die älter als ein Jahr sind, eine gültige Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben. Bei Einreise aus Deutschland ist diese zwar nicht zwingend erforderlich, wird aber empfohlen.
    • Ansonsten gibt es für Kenia keine speziellen Impfvorschriften. Dringend empfohlen wird aber ein Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung und Hepatitis A. Bei Langzeitaufenthalten über vier Wochen sollten Sie zusätzlich eine Impfung gegen Hepatitis B, Tollwut, Typhus und Meningitis in Erwägung ziehen.
    • Leider gibt es in Kenia auch einige Infektionskrankheiten, vor denen man sich nicht durch eine Impfung schützen kann. Hier finden Sie einige Tipps zu den nötigen Vorsorgemaßnahmen, die Ihnen helfen, Ihre Gesundheit zu schützen.
    • Speziell in den Touristenzentren an der Küste und in den Regenwaldgebieten besteht in Kenia ein ganzjährig recht hohes Malaria-Risiko. Eine Malaria-Prophylaxe ist deshalb auf jeden Fall ratsam. Zusätzlich sollten Sie Insektenschutzmittel tagsüber und auch nachts auf alle freien Körperstellen wiederholt auftragen. Lange Kleidung und das Schlafen unter einem Moskitonetz helfen ebenfalls, Mückenstichen vorzubeugen.
    • Besonders in den Küstengebieten ist Dengue-Fieber verbreitet. Es wird von tagaktiven Mücken übertragen. Hier hilft nur ein angemessener Mückenschutz.
    • Auch wenn es noch so heiß ist, sollten Sie das Baden in Süßwassergewässern besser unterlassen, um sich keine Erkrankung mit Bilharziose, einer Wurminfektion, einzufangen.
    • Insgesamt ist die medizinische Versorgung in Kenia mit europäischen Standards nicht zu vergleichen. Besonders die unzureichenden technischen und hygienischen Bedingungen und der Mangel an europäisch ausgebildeten Fachärzten stellen immer wieder ein Problem dar. In Nairobi ist die ärztliche Versorgung gut. Es gibt dort einige deutsch und englisch sprechende Fachärzte sowie Krankenhäuser, die auch höheren Ansprüchen gerecht werden. Für dringende Fälle gibt es einen ärztlichen Notdienst.
    • Grundsätzlich wird der Abschluss einer Reisekrankenversicherung dringend empfohlen.
    • Auch der Abschluss einer Luftrettungs-Versicherung bei der deutschen Rettungsflugwacht sowie lokal für Reisen innerhalb von Kenia bei AMREF („Flying Doctors“) kann sinnvoll sein.
    • Lassen Sie sich vor Ihrer Kenia-Reise auf jeden Fall ausführlich von einem Tropenmediziner beraten!

    Kleidung

    Zeigen Sie Respekt, wenn Sie Moscheen, Kirchen oder ähnliche Einrichtungen betreten und kleiden Sie sich entsprechend. Am Pool und am Strand ist Schwimmkleidung erlaubt, FKK und „oben ohne“ sind in Kenia jedoch strengstens verboten. Aufgrund der Infektionsrisiken durch Mückenstiche, insbesondere für Malaria und Dengue-Fieber, ist es jedoch grundsätzlich ratsam, den ganzen Tag über körperbedeckende Kleidung zu tragen. Denken Sie auf Safaris und Reisen ins Landesinnere auch an wärmere Kleidung. Die Nächte – im Hochland manchmal auch die Tage – sind teilweise recht kühl.

    Gesetze

    Achtung beim Fotografieren! In Kenia dürfen staatliche Einrichtungen, Staatsbeamte und Militär nicht abgelichtet werden.

    Auf kenianischen Geldscheinen und Münzen sind Porträts der Präsidenten abgedruckt. Ihre Verschandelung oder Zerstörung steht deshalb unter Strafe!

    Das Mitführen von Waffen in Nationalparks ist strengstens verboten.

    Homosexuelles Verhalten ist in Kenia verboten und unter Strafe gestellt.

    Seit 2007 herrscht in Kenia Rauchverbot in öffentlichen Bereichen.

    Allgemeine Sicherheitstipps

    Generell wird bei Reisen nach Kenia zu erhöhter Vorsicht geraten, denn aufgrund politischer Wirren und einer hohen Kriminalitätsrate ist die Sicherheit dort ein immer wiederkehrendes Problem. Vor Reiseantritt sollte man sich in jedem Fall detailliert über die Sicherheitslage informieren. Die Reise- und Sicherheitswarnungen des Auswärtigen Amtes sollten ein erster Anlaufpunkt für weitere Informationen sein.

    Seien Sie deshalb besonders wachsam, benutzen Sie Ihren gesunden Menschenverstand und nehmen Sie eventuelle Warnungen ernst! Damit Sie Ihren Urlaub sorgenfrei genießen können, sollten Sie die hier aufgeführten Hinweise unbedingt befolgen.

    • Tragen Sie so wenig Wertsachen wie möglich bei sich und diese keinesfalls sichtbar!
    • Meiden Sie politische Kundgebungen und andere Menschenansammlungen! Dies gilt insbesondere für Slums in Nairobi und anderen Städten.
    • In Kenia besteht nach wie vor die Gefahr von Terroranschlägen. Seien Sie besonders auf öffentlichen Plätzen, an religiösen Kultstätten und touristischen Sehenswürdigkeiten wachsam!
    • In den nördlichen und nordöstlichen Teilen Kenias, in der Küstenregion nördlich von Malindi, auf den Reiserouten auf dem Landweg in die Nordostprovinz sowie in die nördliche Küstenprovinz besteht eine erhöhte Gefahr bewaffneter Raubüberfälle. Versuchen Sie, Reisen in diese Gebiete möglichst mit dem Flugzeug durchzuführen.
    • Individualtouristen, die die Nationalparks ohne Reisegruppenbetreuung besuchen, wird dringendst geraten, in den vorhandenen Lodges oder auf bewachten Campingplätzen zu übernachten. Wenn Sie einen individuellen Ausflug planen, sollten Sie sich vorher unbedingt bei den örtlichen Reise- und Hotelleitungen informieren.
    • Meiden Sie nachts die Innenstädte Nairobis und Mombasas. Bestimmte Gegenden des Stadtinnern Nairobis (dazu gehören River Road, Tom Mboya Street, Machakos Bus Terminal) sollten Sie möglichst auch bei Tag meiden.
    • Vermeiden Sie es nach Einbruch der Dunkelheit grundsätzlich, sich außerhalb der Hotelanlagen aufzuhalten, denn nachts besteht eine erhöhte Gefahr bewaffneter Raubüberfälle. Legen Sie auch kürzeste Entfernungen besser mit einem Taxi zurück.
    • Fahren Sie möglichst nicht mit Überlandbussen oder Kleinbussen („Matatus“), denn aufgrund des nicht verkehrssicheren Zustandes der Fahrzeuge kommt es in Kenia immer wieder zu schweren Unfällen.

    Geld

    Bezahlt wird in Kenia mit dem Kenia-Schilling (KES). Geldwechsel ist in allen größeren Banken, Wechselstuben und autorisierten Hotels möglich. Auch Schwarzhändler bieten den Tausch von Geld an, davon sollte man jedoch grundsätzlich die Finger lassen. Kreditkarten werden in fast allen Hotels und Läden akzeptiert, EC-Karten funktionieren dagegen meistens nicht.

    Verkehrsmittel

    Das örtliche Straßennetz kann mit europäischen Standards nicht verglichen werden, ist aber durchaus ausreichend. Als kleines Überbleibsel aus der britischen Kolonialzeit herrscht in Kenia Linksverkehr.

    Zeitverschiebung

    Winterzeit: +2 Stunden, Sommerzeit: +1 Stunde

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