Reiseführer Malta

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Panoramablick über Malta

Die Mittelmeer-Insel Malta ist mit einer Gesamtfläche von lediglich 316 km² so klein, dass man sich bei einem ersten Blick aus dem Flugzeug gar nicht vorstellen kann, wie viele unterschiedliche Urlaubsarten sich hier verwirklichen lassen. Seit Malta 2004 der EU und 2007 dem Schengenabkommen beigetreten ist, entfallen zudem lästige Einreiseprozeduren. Und mit lediglich zwei Flugstunden liegt Europas Perle im Mittelmeer quasi vor der Haustür - alles in allem die perfekte Urlaubsinsel.

Inhaltsverzeichnis

Sightseeing und Highlights

Entspannender Badeurlaub und kulturelle Highlights

Egal ob Bade- oder Aktivurlaub, auf Malta kommt jeder auf seine Kosten. Da Malta eine Insel ist, kann man natürlich an fast jeder beliebigen Stelle ins Meer. Allerdings empfiehlt es sich, die eigens zum Baden hergerichteten Strandabschnitte aufzusuchen, da hier der eine oder andere Kiosk oder Imbiss zu einer Zwischenmahlzeiten einlädt.

Ein absolutes Bade-Highlight auf Malta ist die Golden Bay, ganz im Westen der Insel gelegen. Dieser Strandabschnitt ist einer der ganz wenigen auf Malta mit Sand- statt Felsstrand, der zudem in der Sonne golden glänzt – daher der Name. Für kurzweilige Unterhaltung sorgen zwei Strandbars, ein Restaurant und zahlreiche Händler. Wer in gemütlicher Atmosphäre am Strand relaxen will, sollte sich Golden Bay auf keinen Fall entgehen lassen.

Blick auf die Stadt Mdina

Ein Erlebnis ganz anderer Art findet sich in der Stadt Mdina, die wegen der früher durchaus üblichen Piraten-Angriffen so weit wie möglich ins Landesinnere gebaut wurde – und damit ausgerechnet auf den höchsten Berg Maltas! Dementsprechend bietet sich von den Stadtmauern von Mdina aus ein fantastischer Panoramablick über Maltas malerische Landschaften. Genießen lässt er sich am besten vom Restaurant Fontanella aus, das Tische direkt auf der Stadtmauer bietet. Aber auch die Architektur Mdinas sowie das eine oder andere ansprechende Museum bieten genug Gründe, Mdina einen Besuch abzustatten.

Urlaub aktiv - für Körper und Kopf

Wer seinen Urlaub gerne sportlicher verbringen will, der findet auch dafür auf Malta genügend Möglichkeiten. Freunde des Wanderns können sich an den atemberaubenden, typisch mediterranen Landschaften erfreuen, die zu ausgedehnten Wandertouren einladen. Da es aber auch die eine oder andere Reitschule auf Malta gibt, kann man diese wunderschöne Natur auch ebenso gut vom Rücken eines Pferdes aus genießen. Am und im Meer bieten sich natürlich auch zahlreiche Wassersportarten an, wie Segeln oder Tauchen. Für Radtouren eignet sich Malta dagegen eher nicht, da der ungewohnte Linksverkehr, das Fehlen jeglicher Radwege und die zahlreichen Hügel diesem Vergnügen schnell ein Ende bereiten.

Malta hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Ferienziel für Sprachreisen entwickelt. Als ehemalige britische Kolonie ist auf Malta, neben dem Maltesischen, auch Englisch Amtssprache. Gerade die Möglichkeit das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, macht Malta besonders für die Deutschen attraktiv.

Tradition und Kultur

Karnelval-Maske auf Malta

Malta ist fast zur Gänze für den Tourismus erschlossen, so dass es beinahe unmöglich ist, noch ursprünglich maltesische Kultur in Reinform zu finden. Vor allem in St. Julian´s Bay und Bugibba stellt man aufgrund der hohen Dichte an Hotels, Restaurants, Kneipen und Touristenläden keinen besonderen Unterschied mehr zu Urlaubsorten anderer mediterraner Länder mehr fest. Gerade diese beiden kleinen Städte sind natürlich das Zentrum des Nachtlebens Maltas und dementsprechend für Nachtschwärmer besonders empfehlenswert. Wer es lieber geruhsamer hat, sollte auf die kleiner Nachbarinsel Gozo ausweichen, die vom Tourismus noch weitgehend unberührt ist.

Eines der größten traditionellen Feste auf Malta ist der Karneval, der Ende Februar gefeiert wird. Hierbei werden bei Musikparaden, Straßenfesten und Karnevalsumzügen bunt-schillernde, fantasievolle Masken zur Schau getragen und die ganze Insel ist auf den Beinen. Dieser Brauch geht bis ins 16. Jahrhundert zu den Rittern des Johanniter-Ordens zurück.

Auch kulinarisch hat Malta einige Spezialitäten zu bieten. So gibt es auf Malta beispielsweise einen eigenen Softdrink, der sich auf der Insel nicht nur bei Einheimischen größter Beliebtheit erfreut. Kinnie ist eine fruchtige Kräuter-Limonade und wird in der einzigen Brauerei Maltas industriell hergestellt und abgefüllt. Ein typisch maltesisches Hauptgericht ist gekochter Hase, da es wohl zumindest früher noch viele Kaninchen auf Malta gab, traditionell mit Knoblauch-Rotweinsoße auf Spaghetti – da hinterließ wohl die Nähe zu Italien ihre Spuren.

Beste Reisezeit

Als Mittelmeer-Insel liegt Malta in den Subtropen, im Sommer werden also durchaus Temperaturen um die 40 Grad möglich. Einen Aufenthalt für ausgedehnte Wanderausflüge oder längere Sightseeingtouren sollte man sich also genau überlegen oder lieber in den Frühling verlegen. Auch landschaftlich hat Malta im Frühling mehr zu bieten, da die Blütezeit im Sommer bereits vorbei ist, und die sonst farbenprächtige Landschaft in der Sonne vertrocknet. Für Badeurlaube ist der Sommer dagegen aufgrund der vielen Sonnenstunden pro Tag ideal, Regen gibt es auf Malta im Sommer so gut wie nie. Aber auch im Spätsommer ist Malta durch die südliche Lage durchaus noch für einen Badeurlaub geeignet, vor allem da sich das Meer zu diesem Zeitpunkt merklich aufgewärmt hat.

Praktische Hinweise und Vorbereitung

Sprache

Da Malta lange Zeit britische Kolonie war, hat sich Englisch bis heute als Amtssprache gehalten. In der Folge sprechen auch alle Malteser ausreichend Englisch. Mit grundlegenden Englisch-Kenntnissen kommt man auf Malta also sehr gut zurecht.

Verkehr

Ein typischer Bus auf Malta

Die Straßen auf Malta befinden sich zum Großteil in einem sehr schlechten Zustand, zusätzlich gilt Linksverkehr. Daher ist es also nicht unbedingt ratsam, sich einen Mietwagen zu leihen. Dafür gibt aber ein gut ausgebautes Busnetz, mit dem man äußerst preiswert an jeden wichtigen Punkt auf der Insel kommt. Auch von Taxi-Fahrten ist daher eher abzuraten, zumindest sollte man vorher den Preis aushandeln, da man sonst schnell eine böse Überraschung erlebt.

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