Wandern im Karwendel: Bergwanderungen

Aus Länder-Lexikon.de

Wanderweg zur Seefelder Spitze
  • Reither Spitze (2373 m) und Seefelder Spitze (2220 m): 300 Hm/ Problemlose und aussichtsreiche Wanderung, konditionell wenig anspruchsvoll, doch Trittsicherheit ist empfehlenswert.

Bereits am Seefelder Joch, das man mit der Seilbahn erreicht, bietet sich ein schöner Ausblick auf das Gipfelpanorama. Nach einer halben Stunde erreicht man die 150 Meter höher gelegene Seefelder Spitze. Über das Reither Joch kommt man anschließend zur Reither Spitze. Der Anstieg zu dieser gestaltet sich etwas anstrengender und ist deshalb auch eher ruhig und weniger begangen.

  • Birkkarspitze (2749 m) 1000 Hm/ Mittelschwere Wanderung, gute Kondition ist von Vorteil. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind erforderlich. Vorsicht im Frühjahr und Herbst wegen Lawinen- und Rutschgefahr.

Die Birkkarspitze ist der höchste Gipfel des Karwendelgebirges. Der Start zum Aufstieg erfolgt am Karwendelhaus. Von dort aus geht es nach Südosten über das Schlauchkar und durch den Schlauchkarsattel. Dieser Teil der Strecke ist durch den Karschutt auf den Wegen anspruchsvoll und dauert zwei bis drei Stunden. Die Wanderung setzt sich fort in Richtung Osten, über einen mit Drahtseil gesicherten Steig. In knapp einer halben Stunde erreicht man den Gipfel. Der Aufstieg ist aber auch über den gut markierten und wenig begangenen Brendelsteig möglich: Dabei passiert man den zweithöchsten Gipfel des Karwendels, die Ödkarspitze (2745 m). Diese Route ist zwar etwas anspruchsvoller, doch die schöne Aussicht macht die längere Aufstiegszeit wieder wett.

Gipfelkreuz der Pleisenspitze
  • Pleisenspitze (2569 m): 1600 Hm/ Mittelschwere Wanderung, als Tagestour anstrengend. Die Tour besser auf zwei Tage verteilen und in der Pleisenhütte übernachten.

Den westlichsten Gipfel der Karwendelkette besteigt man am besten von Scharnitz ausgehend über die privat betriebene Pleisenhütte. Das nimmt etwa drei bis vier Stunden in Anspruch. Im Winter sind auch Skitouren möglich.

  • Soierngruppe (2257 m): 650 Hm/ Mittelschwere Wanderung.

Der höchste Gipfel der Soierngruppe, einer Gebirgsgruppe im Nordwesten des Karwendelgebirges, ist die Soiernspitze. Die Soierngruppe befindet sich als einziger Gebirgszug komplett in Deutschland. Von der Berghütte Soiernhaus aus begibt man sich auf den Wanderweg in Richtung Soiernsee. Weiter oben zweigt der Weg links zur Soiernspitze ab, geradeaus geht es weiter zur Reißenden Lahnspitze. Zurück zur Hütte wandert man über Feldernkopf, Feldernkreuz und Schöttelkarspitze.

Berglandschaft bei Mittenwald
  • Wörner (2476 m): 1400 Hm/ Recht schwere Tour, erfordert Klettererfahrung.

An der Grenze zwischen Bayern und Tirol befindet sich der Wörner, der Teil der Nördlichen Karwendelkette ist. Der Anstieg erfolgt über Mittenwald, über die Hochlandhütte und den Wörnersattel, und dauert etwa acht Stunden. Wegen seiner steilen Abschnitte ist die Route auf den Wörner wohl eher schon ein Kletter- als ein Wanderweg.